Um 23:49 local time bin ich endlich in Melbourne angekommen. Nach einer kurzen Passkontrolle sowie dem Besuch im Zollbereich wurde ich auch schon von meinem persönlichen Chauffeur abgeholt. Ja, Ihr habt richtig gehört, denn die Uni Melbourne bietet unheimlich viele Services für Overseas Studenten. Dazu gehört eben auch ein kostenloser Abholservice von einem Unternehmen, das normalerweise Schauspieler, Prominente etc. rumfährt. Der Fahrer musste an diesem Abend nur mich und eine weitere Studentin aus Schweden abholen und zum gewünschten Zielort fahren. Und glaubt mir, zum Glück gibt es so einen Service, ansonsten hätten wir irgendwie mit Bus/Straßenbahn oder mit Taxi zu der Innenstadt hinfahren müssen, die ca. 20 km entfernt liegt. Den Fahrer konnte ich trotz australischem Akzents gut verstehen. Aber bei anderen Aussies hatte ich schon meine Schwierigkeiten, die halbwegs zu verstehen;)
Dank des Jetlags konnte ich in der ersten Nacht so gut wie gar nicht schlafen. Also bin ich einfach um 7:30 aufgestanden und bin einfach mal rausgegangen, schauen wie so die Umgebung meiner Wohnung (genauer: WG) aussieht. Wenn man jetzt auf die Straße geht, springt einem sofort die verschiedenen Architekturstile der Gebäuden einem sofort ins Auge. Es ist in Melbourne keine Seltenheit, dass Häuser aus dem 19 Jahrhundert direkt neben ultramodernen Wolkenkratzern stehen. Außerdem fahren Autos fahren hier links und nicht rechts wie bei uns. Vor allem beim Straßenüberqueren man da richtig aufpassen, bis man sich an diese neuen Umstände gewöhnt hat. Was mir auch aufgefallen ist sind die Ampel in Melbourne. Sobald es grün wird (es gibt kein Gelb, nur ein blinkenden rotes Männchen), ertönt ein lautes Signalgeräusch, an dem man sofort merkt, das man jetzt rüberlaufen kann.
Melbourne wird oft als Schmelztiegel der Nationen bezeichnet. Und das sieht man überall in der Stadt. Es gibt z.B. unheimlich viele Restaurants oder Imbissgeschäfte, die Gerichte aus einer bestimmten nationalen Küche zubereiten. Wenn man einfach mal zur Innenstadt zu Fuß geht, trifft man Menschen aus verschiedenen Ländern. Was mir auch noch beim Einkaufen aufgefallen ist: So gut wie jeder Supermarkt hat einen Bereich mit so 16 Selbstbedienungskassen, wo die Leute einfach selbst ihre Sachen verrechnen, einpacken und bezahlen. Ein Mitarbeiter steht da, falls jemand Hilfe braucht. Sowas hatte ich in Deutschland nur in IKEA einmal gesehen. Und fast an jeder Ecke findet man einen ATM (Geldautomat), sodass man nie lange nach einen suchen müsste. Und ich muss zugeben, dass Melbourne im Vergleich zu Münster doch einiges besser darsteht, wenn man sich mal die Geschäfte, die Kulturzentren, die kleinen oder großen Cafés, Bistros etc. anschaut. Melbourne versprüht einfach dieses gewisse Charme und man merkt die Lebensfreude der Einwohner an.
Leider war bei meiner Kamera die Batterie schon leer, sodass weitere Fotos später hochgeladen werden.











12 Antworten
Hi Duy,
du hast ja gar nicht mit den Temperaturen angegeben, noch solltet ihr doch (Spät-)Sommer haben, oder nicht?
Den Bildern nach zu urteilen teilst du dir die Küche / Wohnbereich noch mit anderen (ausländischen?) Studierenden?
Viele Grüße aus dem sonnigem Münster 🙂
Oha, ein aufmerksamer Leser;) Ja, wir haben hier Hochsommer, ist meistens so 30°C warm.
Whoaaaaaaaaaaa n Riesenaldi! Da muss ich auch mal hin!
Tja, jetzt rate mal, wo ich die Haribo Gummibärchen her habe;) Der Aldi ist übrigens nur 5 Min Fußmarsch von mir entfernt.
Hast du schon deine Mitbewohner kennengelernt? Erzähl bitte was von ihnen.
Was hattest du für Schwierigkeiten mit der Sprache bei Aussies?
Also auf meinem Floor sind welche aus China, Malaysia, Australien und Indien. Die sind alle echt nett. Einige der Mitbewohner habe ich aber bisher kaum gesehen.
Die Aussies haben einen Akzent, der dem britischen Akzent sehr ähnlich ist, aber noch um Einiges krasser. Es ist manchmal echt schwierig, sie verstehen.
Hey guter erster Eintrag 🙂
und ich wünschte ich wäre auch dort…die ganzen Restaurants und so besuchen 😀
Aber auch das Wetter ist ein wenig verlockend 🙂
Von Australien sagt man ja immer, es wäre „Down Under“, also auf der anderen Seite der Erdkugel, von uns aus gesehen. Wie genau das stimmt, kann man unter anderem in diesem interessanten Blogeintrag nachlesen: http://www.scienceblogs.de/mathlog/2011/02/antipodenabbildung-und-projektive-ebene.php
Hey Duy,
coole Fotos, da wird man ja glatt neidisch. Scheint ja echt schön zu sein in „down under“.
Hauptsache nen Flat-TV im Wohnzimmer, so gehört sich das in ner Studentenbude 😀
Aber eins musst du nochmal genau schildern:
Da hast du nen privaten Fahrer, der nur dich und (eine wahrscheinlich blonde, süße) Schwedin kutschiert? Da wird man auch neidisch 😉
Rück mal ein paar Details raus :p
Gruß,
Andy
Alle Studenten vom Ausland können den sogenannten Airport Pickup Service in Anspruch nehmen. D.h. man wird am Airport abgeholt und zu seinem Zielort (wo immer der auch sein mag) gebracht, 24 Stunden die Woche.
Ich meinte eigentlich Details zu dir und der Schwedin 😛
Achso;) Ne, das gibts nix viel zu erzählen. Nur kurz auf der Fahrt geplaudert und das wars auch. Sie geht übrigens nicht zur Melb Uni, sondern zu einer anderen Uni. Ich glaube sie studiert Nursing.