Mein Studium in Australien

Auslandssemester in Melbourne

Alltag in Melbourne

So es wird mal wieder Zeit für einen Blogeintrag. Diesmal will ich einige meiner Erfahrungen schildern, die ich hier so im Alltag in Melbourne gemacht habe. Also dann:

  • Einkaufen: In Australien werden die Geldbeträge immer auf- bzw. abgerundet. Z.B. musste ich bei meiner letzten Rechnung nicht $13,46 (Gesamtsumme) sondern $13,45 zahlen, weil es hier keine 1 Cent oder 2 Cent Münzen gibt. D.h. manchmal muss man draufzahlen, manchmal hat man Glück und man muss weniger Geld geben. Wenn man nun auf den Queen Victoria Markt geht und Angebote von 99 Cents sieht, dann bedeutet das natürlich, dass das Produkt $1 kostet.
  • Internationalität: Da in Melbourne unheimlich viele Menschen mit Migrationshintergrund leben, gibt es in Geschäften oft die Möglichkeit, mit einem Mitarbeiter zu sprechen, der die Landessprache (also in diesem Fall nicht Englisch) des Kunden versteht. Als ich mich über ein Angebot bei einer Bank informieren wollte, wurde mir sofort eine Mitarbeiterin zugewiesen, die Chinesisch spricht. Leider kann ich aber kein Chinesisch verstehen;) Wenn man sich die Website von Metlink, dem Betreiber des öffentlichen Personennahverkehr, anschaut, dann wird man feststellen, dass sie a) Informationsbroschüren in vielen Sprachen haben und b) auch Hotlines mit Mitarbeitern haben, die nicht nur Englisch sprechen können.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: In Melbourne gibt es keinen so stark ausgebauten öffentlichen Nahverkehr. Wenn man die Umgebung von Melbourne sehen möchte (z.B. Mornington Peninsula, Philip Island etc.), muss man häufig eher ein Auto mieten, um zum Ziel zu gelangen. Die Straßenzüge hier bieten einige nette Dinge, die man ruhig in Deutschland abschauen könnte. So können Leute, die stehen müssen, sich an eine Art Polster anlehnen, sodass man quasi zur Hälfte sitzt. Was ich hier aber nicht so gut finde ist die Gestaltung des Steigs (Platform). Denn in der Regel gibt es keinen und die Abtrennung zur Straße ist nicht sonderlich super. D.h., Behinderte mit Rollstühlen können ohne Hilfe gar nicht in die Straßenbahn einsteigen.
  • Touristen: Melbourne unternimmt einiges, um Besucher der Stadt einen tollen Aufenthalt zu ermöglichen. Z.B. veröffentlicht die Stadt pro Saison ein Heft, der die Attraktionen Melbournes auflistet. In diesem Heft gibt es auch viele Gutscheine wie z.B. ermäßigter Preis für das Melbourne Aquarium. Zudem gibt es hier einen kostenlosen (!) Straßenzug (City Circle) und Bus, die um den CBD kreisen und an Sehenswürdigkeiten stoppen
  • Geschäftszeiten: Die Geschäfte (und auch Büros) öffnen hier so ab 9 und schließen in der Regel um 17 uhr. Ausnahmen gibt es natürlich, so schließt Coles (Supermarkt) oder die Restaurants deutlich später. Dafür sind die Geschäfte auch am Sonntag von 9 bis 17 geöffnet. Und ehrlich gesagt möchte das nicht mehr missen;)
  • Fahrradfahren: Wer hier Fahrrad fahren will, muss einen Helm tragen. Zudem findet man an so gut wie allen Ecken so blaue Radstationen, wo man Fahrräder ausleihen kann.
  • Bibliothek: Die State Library of Victoria ist für mich eher ein Kulturzentrum als eine gewöhnliche Bibliothek, die ich sonst so aus Deutschland kenne. Es gibt dort kostenlos Wireless-Internet, öffentliche Arbeitsplätze für jedermann inkl. Stromanschlüsse, eine Kunstaustellung, einen Raum für Computerspiele und Brettspiele (ja, es gibt eins wo man mit den Kids XBox, PS3, Wii etc. spielen kann), Möglichkeiten zum Ausdrucken von Dokumenten oder auch riesige Musik-Sammlung, die man sich einfach anhören kann.
  • Burger King: Gibt es nicht, heißt hier Hungry Jack’s. Und schmeckt noch schlechter als in Deutschland;)
  • Visa payWave: Ich habe eine Visa Debit Karte, mit der ich die sogenannte Visa payWave Funktionalität nutzen kann. Die erlaubt es mir für Einkäufe unter $100 einfach meine Karte vor einem Reader zu „winken“ und der Einkauf ist getätigt. Keine Unterschrift oder PIN-Eingabe nötig. McDonalds bietet z.B. diese Bezahlmöglichkeit an.
  • Myki: Abschließend noch eine Bemerkung zum myki-System. Hier in Melbourne wird gerade ein neues System für das öffentliche Nahverkehr eingeführt. Es gibt in jedem Bus, Straßenbahn und Zug/U-Bahn-Station einen sogenannten myki-Reader. Wenn ich jetzt meinen myki money-Karte davor halte (kontaktlose Übertragung), dann registriert dann System, dass ich mit meinem Geldwert das Verkehrsmittel nehmen kann („Touch On“). Wenn ich nun aussteige, mache ich das Gleiche („Touch Off“) und das System zieht von meiner Karte den Betrag für den günstigsten Tariff ab. Wenn ich in mich entscheiden sollte, nicht den Zug zu nehmen wie geplant und wieder aus dem Bahnhof gehe (Zeitspanne max. 15 Min), dann wird mir nix abgezogen. Cool, nicht wahr;)

So das wärst erstmal. Anbei noch einige Fotos, die paar geschilderte Sachen nochmal verdeutlichen. Übrigens: Wenn ihr mal in Melbourne seid, dann besucht auf jeden Fall das Pancake Parlour! Ist nicht gerade billig, aber super lecker;) (Mein Pancake heißt „Alice in Wonderland“)

4 Kommentare

  1. Wenn ich so die Bilder der (Innen-)Gebäude sehe, erinnert mich der Stil stark an USA…

    Pancakes haben die ja auch! Bist du eventuell falsch aus dem Flugzeug ausgestiegen? 🙂

    1. Habe im neuesten Post paar neue Bilder von der Library hochgeladen. Die ist nicht nur riesig, sondern auch richtig schön von der Architektur her.

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